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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Spenderausweis-dazu offizielle Formulare?
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BeitragVerfasst: 05.09.15, 17:00 
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Hallo nochmal,

(Erweiterung zu meinem Posting "Langjähriger Organspender zweifelt")

Nachdem ich nun einige Infos a. d. Stellungsnahme des Ethikrates zur Organspende (im Netz, unter: ethikrat.org) gelesen habe, erfuhr ich, das nach unserem geltendem Recht, mit dem Zeitpunkt der Feststellung des Hirntodes, ein Totensorgerecht der Angehörigen gilt.

:?: Kann damit ein Angehöriger der Entnahme von Organen trotz vorliegendem Spenderausweis widersprechen? Oder noch weitere Spenden erlauben, als auf dem Ausweis angegeben?

Ich habe das Gefühl, das dieser kleine Mini-Spenderausweis gar nicht taugt, als "echtes offizielles" Dokument einer Willenserklärung.

:?: Gibt es dazu offizielle medizinische Formulare?
Formulare, in denen potenzielle Spender eine aktuelle Medikamenten-Einnahme eintragen könnten? Oder andere medizinische Angaben wie z.B. Chronische Krankheiten, erhaltene Ersatzteile, Krebserkrankungen d. Familie, fehlende Gallenblasen, Operationen u. ä.
:?: Oder sind solche Angaben unwichtig??

Die geschockten, trauernden Angehörigen sollten meiner Meinung nach so wenig wie möglich behelligt werden. Meinem Ehepartner jedenfalls wäre es lieber, das ich meinen jetzigen Ausweis wegschmeiße, oder im Neuen der Entnahme widerspreche. Von meinen Eltern ganz zu schweigen.

:?: Ich weis nicht ob ich als potenzieller Spender eine Patientenverfügung ausfüllen muss (hab mal gehört das es sich widerspricht).

Ich werde mir jetzt erst bewusst, das ich überhaupt nicht weis, ob ich mit meinem BTM, oder aktuellem Antihistamin "jetzt, hier und heute", spenden könnte.
Meine früheren Antihistamintabletten haben Blutbestandsteile verändert, so das ich nicht mal Blutspenden konnte, als ich es wollte.
:?: Gibt es eine einsehbare Liste der Medis, die eine Organ-und Blut-spende ausschließen?

1992 war alles noch sooo einfach, einfach ausfüllen und sich gut fühlen, im Bewußtsein, das es richtig ist. Einfach nur spontan getan, was das Herz´l fühlt
Zweifel und Bedenken kannt´ ich nicht.
Und Nu?

Liebe Grüße
MS


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BeitragVerfasst: 11.07.16, 16:38 
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Beiträge: 39
Hallo, leider weiß ich nicht ausreichend bescheid um die übrigen Fragen zu beantworten, kann aber diese Frage hier beantworten:
Zitat:
Ich weis nicht ob ich als potenzieller Spender eine Patientenverfügung ausfüllen muss (hab mal gehört das es sich widerspricht).

Eine Patientenverfügung muss als Organspender nicht ausgefüllt werden. Die Patientenverfügung KANN der Organentnahme widersprechen, weil darin z.B steht das keinesfalls lebenserhaltende Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Dies muss man aber für die Zeit bis zur Organentnahme tun, damit die Organe noch transplantierbar sind. Die Organempfänger werden ja manchmal mitten in der Nacht kontaktiert und bis da alles vorbereitet ist können ein paar Stunden vergehen. Deshalb sollte in der Patientverfügung entsprechend z.B. stehen, dass diese Maßnahmen erlaubt sind solange bis die Transplantation durchgeführt werden kann.

Eine gute Broschüre zu dem Thema gibt es beim Bundesamt für Justiz und Verbraucherschutz als pdf zum Download. Da gibt es auch Formulierungsvorschläge. Darf man hier Links einstellen? Bin nicht sicher, mache ich mal, kann ja wieder gelöscht werden: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikat ... onFile&v=2


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BeitragVerfasst: 11.07.16, 16:47 
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Registriert: 08.06.16, 12:13
Beiträge: 39
Ich sehe gerade, zu dem Thema wurde hier schonmal was geschrieben: viewtopic.php?f=58&t=118463
Deckt sich mit dem, was ich geschrieben habe.


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BeitragVerfasst: 12.07.16, 02:55 
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Registriert: 14.09.05, 20:31
Beiträge: 147
Hallo Forum, hallo Selale, :D
danke für dein Interesse und deine Antwort.

Habe aber seit meinen Zweifeln zur Organspende meinen Spenderausweis nicht mehr in der Brieftasche.
Weggeschmissen habe ich ihn nicht, aber im Moment weis ich auch nicht, wo ich ihn hingelegt hatte, suche aber auch nicht danach.

Ich weis natürlich, das ich durch meine schweren multiplen Allergien jederzeit bei einer Op, und allgemein im Krankenhaus, immer in akuter Gefahr schwebe, aber erst bei der letzten Op (Anfang 2016), wurde tatsächlich erstmalig nach einer Patientenverfügung gefragt.
Habe, und hatte sie aber als langjährige Organspenderin nie ausgefüllt, und somit den Ärzten diesmal nur kurz schriftlich (auf dem Narkosebogen) u. mündlich mitgeteilt, das mein Mann im Falle des Falls, entscheidet.

Damit war er aber total überfordert, richtig entsetzt, obwohl wir Monate zuvor schon über Spenderausweis und Patientenverfügung gesprochen hatten, und eigentlich alles geklärt schien.
Aber nach der Op fragte er mich leichenblass, warum ich ihn vor sooo eine Entscheidung stelle, seinen Blick werde ich nicht vergessen. :shock:
Ich weis jetzt, er würde es nicht verkraften, mich zu verlieren, und dabei noch meinen Wunsch erfüllen zu müssen, meine Organe wegzugeben. Er könnte es schlicht nicht.

Er hat jedes Mal Angst (ich seh´s in den Augen), das die nächste Op, oder eine meiner allergischen Reaktionen mal nicht gut endet.

Meinen Körper nicht im Ganzen beerdigen zu können, kann ich ihm, und auch meinen Eltern gefühlsmäßig gar nicht mehr antun....
Ich kann aber auch nicht bestimmen, das die Geräte abgeschaltet, und die Versorgung eingestellt werden soll. Die Entscheidung hierüber müssen, (könnten) meine Lieben dann zusammen treffen, wenn sie etwas Zeit hatten, sich zu sammeln, sich nervlich, und emotional etwas stabilisiert haben, und dann dazu auch in der Lage sind.

Mein Groll und Ärger über die „geschäftlichen Möglichkeiten“, und den vorgekommenen Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe, sind längst nicht mehr der Hauptgrund meines Sinneswandels und Schwanken.

Den Ausweis habe ich seit 1992, doch durch die letzte Op, sehe ich mich jetzt den Wünschen meines Ehemanns und Eltern momentan viel stärker „verpflichtet“, als meiner langjährigen Bereitschaft und dem Selbstverständnis, lebenswichtige Organe zu spenden. Obwohl ich schon immer Spenden wollte, und mich innerlich grundsätzlich noch als Organspenderin fühle, weis ich nicht, ob ich den Ausweis tatsächlich wieder in die Brieftasche zurück legen werde. Klar ist nur, das ich jederzeit für Familienmitglieder eine Lebendspende geben würde.

Jetzt könnte man ja meinen, ich könnte dann ja wenigstens Blut spenden.
Das geht natürlich nicht, da ich keinen Blutspende-Raum betreten kann, ohne selbst zum Notfall zu werden. Huch!
(Allergien auf Desinfektionsmittel, Putzmittel, Pflaster, Sauerstoff-Masken u.-schläuche, u.v.m.)
Außerdem müsste ich dafür meine Antihistamintabletten absetzen.

Aber sonst, wie immer: ALLES EASY!

Liebe Grüße, und vielen Dank für das Interesse
MS


PS: (Wer meine Beiträge kennt, weis: Schlimmer geht immer, aber mit Sonne im Herzen, kann ich alles verschmerzen)
Neues klitzekleines Problemchen im Anmarsch:
Mein Mann erhält Anfang Sept. wegen nächtlicher Atemaussetzer ein Gerät mit Atemmaske und entsprechenden Schläuchen.
Jupp! ( :idea: Halt ich halt die Luft an.) :ironie:


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BeitragVerfasst: 27.10.17, 01:20 
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Beiträge: 147
Hallo liebe Leser, :)

wollte mal wieder Bescheid geben.
Meinem Mann wurde von der Kasse wieder mal ein Organspendenausweis zugeschickt. Erinnerte mich daran, das ich mal antworten könnte, was aus meinen Zweifeln wurde.

Trage meinen Organspendenausweis nicht mehr bei mir. Bin nicht (mehr) bereit zu spenden, das habe ich bei meiner letzten Operation im Sept. auch den Ärzten gesagt, als sie mich nach der Patientenverfügung und der Vollmacht gefragt haben.

Ich habe ihn aber noch.

Mit freundlichen Grüßen
MS (Monika)


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BeitragVerfasst: 27.10.17, 01:50 
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Beiträge: 147
und ja, ich vertrag das Schlafapnoegerät von meinem Mann tatsächlich nicht.
Obwohl ich beim Aussuchen des Geräts dabei war, und Sonderregeln bei der Kasse durchgesetzt wurden, damit er genau dieses Gerät, auf das ich zunächst nicht reagiert habe, erhalten konnte.
Da es aber nicht mit allen Bestandteilen, und nicht in der jetzigen erforderlichen Druckhöhe eingeschaltet wurde, konnte ich nicht feststellen, das ich auf die, durch das Innere des Geräts, fließende Luft reagiere.

Im Geräteinneren befindet sich also etwas, auf das ich reagiere, (Technische Bauteile, Kabel o.ä.), und die Luft verunreinigt, die aus dem im Nasenschlauch vorhandenen Überdruckventil in die Schlafzimmerluft abgegeben wird.

Aber ihm tut es wirklich sehr gut.
Das ist wichtiger als meine Hustenattacken


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